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Lipödem und Schilddrüse – Ein oft übersehener Zusammenhang

Das Lipödem ist eine chronische Erkrankung des Fettgewebes, die fast ausschließlich Frauen betrifft. Typische Symptome sind Schmerzen, eine Neigung zu blauen Flecken und eine symmetrische Fettvermehrung an Beinen und Armen. Viele Patientinnen berichten zusätzlich über Beschwerden, die auf eine Schilddrüsenunterfunktion hinweisen. Der Zusammenhang zwischen Lipödem und Schilddrüse wird in der medizinischen Praxis jedoch noch zu selten berücksichtigt.

Wir im Lipödem Zentrum München wissen aus Erfahrung: Eine ganzheitliche Betrachtung beider Krankheitsbilder kann entscheidend für eine erfolgreiche Therapie sein.

Was ist ein Lipödem?

Ein Lipödem ist eine chronisch fortschreitende Fettverteilungsstörung, die durch eine unproportionale Fettansammlung an Beinen und/oder Armen gekennzeichnet ist. Auffällig ist, dass Hände und Füße nicht betroffen sind – ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal zur Adipositas.

Typische Symptome eines Lipödems:

  • Schmerzhaftes, teigiges Unterhautfettgewebe
  • Häufige blaue Flecken ohne erkennbare Ursache
  • Druck- und Berührungsempfindlichkeit
  • Symmetrische Fettvermehrung, v. a. an Beinen und Armen
  • Schweregefühl, besonders nach langem Stehen

Das Lipödem entwickelt sich oft schubweise – meist in hormonellen Umstellungsphasen wie Pubertät oder Schwangerschaft. Die genauen Lipödem Ursachen sind noch nicht vollständig erforscht, doch es gibt Hinweise auf eine genetische Veranlagung sowie hormonelle Veränderungen als Auslöser.

Die Schilddrüse – Motor unseres Stoffwechsels

Die Schilddrüse ist ein kleines, aber zentrales Organ im menschlichen Körper. Sie reguliert mit den Hormonen T3 (Trijodthyronin) und T4 (Thyroxin) nahezu alle Stoffwechselvorgänge – vom Energiehaushalt bis zur Temperaturregulation.

Eine Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) kann zu zahlreichen Beschwerden führen:

  • Gewichtszunahme trotz unveränderter Ernährung
  • Müdigkeit und Antriebslosigkeit
  • Verlangsamter Stoffwechsel
  • Frieren, depressive Verstimmungen

Ein häufiger Auslöser der Schilddrüsenunterfunktion ist die Autoimmunerkrankung Hashimoto-Thyreoiditis, bei der das körpereigene Immunsystem Schilddrüsengewebe angreift. Hier sprechen viele Mediziner auch von einer „Hashimoto und Lipödem“-Achse – aufgrund der Häufung beider Krankheitsbilder bei ein und derselben Patientin.

Im Lipödem Zentrum München setzen wir auf einen umfassenden Therapieansatz. Unsere Behandlungen zielen darauf ab, Beschwerden zu lindern und die Lebensqualität spürbar zu verbessern. Bei Bedarf ziehen wir auch erfahrene Fachärztinnen und -ärzte aus den Bereichen Endokrinologie oder Innere Medizin hinzu.

Zu Beginn der Lipödem Behandlung steht in der Regel eine konservative Therapie, die darauf abzielt, Beschwerden zu lindern und das Fortschreiten des Lipödems zu verlangsamen. Hierzu zählt insbesondere die manuelle Lymphdrainage. Sie kann dabei helfen, Flüssigkeitsansammlungen im Gewebe zu reduzieren und das Spannungsgefühl zu lindern.

Ergänzt wird sie durch eine komplexe Entstauungstherapie, bestehend aus Kompression, Bewegung und Hautpflege. Auch eine gezielte Ernährungstherapie, abgestimmt auf individuelle Bedürfnisse und mögliche Stoffwechselstörungen wie eine Schilddrüsenunterfunktion, spielt eine wichtige Rolle im Therapiekonzept. Diese Maßnahmen können Symptome lindern, ersetzen jedoch nicht die Entfernung des krankhaften Fettgewebes.

Wenn konservative Maßnahmen keine Linderung bringen, bieten wir in unserem Lipödem Zentrum in München die Liposuktion an, eine effektive Möglichkeit, das krankhafte Fettgewebe dauerhaft zu entfernen. Wir führen diesen Eingriff mit modernsten, gewebeschonenden Verfahren wie der vibrations- oder wasserstrahlassistierten Liposuktion durch.

Ziel der Operation ist es, Schmerzen zu reduzieren, die Mobilität zu verbessern und die Lebensqualität deutlich zu erhöhen. Dabei steht eine individuelle, medizinisch fundierte Planung im Vordergrund. Unsere erfahrenen Ärztinnen und Ärzte berücksichtigen sowohl den Schweregrad des Lipödems als auch mögliche Begleiterkrankungen wie eine Schilddrüsenunterfunktion.

Gerade bei Kombinationen wie Lipödem und Schilddrüse ist eine interdisziplinäre Abstimmung entscheidend, um das bestmögliche Behandlungsergebnis zu erzielen. Die Liposuktion erfolgt meist in mehreren Sitzungen und wird eng begleitet – sowohl vor als auch nach dem Eingriff.

Erfahrungen unserer Lipödem Patientinnen

Häufige Fragen (FAQs)

Welche Rolle spielt die Schilddrüse bei Lipödem?

Die Schilddrüse beeinflusst den Stoffwechsel, das Gewicht und die Flüssigkeitsverteilung im Körper. Eine Unterfunktion kann Lipödem-Beschwerden verstärken oder das Fortschreiten begünstigen.

Was ist der Unterschied zwischen Lipödem und Adipositas?

Adipositas betrifft den gesamten Körper, inklusive Hände und Füße. Beim Lipödem sind die Fettansammlungen symmetrisch auf Beine und Arme begrenzt, oft begleitet von Schmerzen und Druckempfindlichkeit.

Kann man mit Lipödem und Schilddrüsenunterfunktion abnehmen?

Nur sehr schwer. Der kombinierte Einfluss beider Erkrankungen erschwert den Fettabbau massiv. Eine abgestimmte Ernährungstherapie, Bewegung und ggf. operative Maßnahmen sind daher wichtig.

Ist eine Liposuktion bei gleichzeitiger Schilddrüsenerkrankung möglich?

Ja, sofern die Schilddrüsenerkrankung gut eingestellt ist. Wir beraten Sie individuell und in Abstimmung mit den betreuenden Fachärzten.